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13. Oktober 2017

Freie Musikschulen erheben Forderungen an die künftigen Koalitionsparteien

Der Bundesverband der Freien Musikschulen hat sich mit einem konkreten Forderungskatalog an die kommende Bundesregierung gewandt:

  • Die Kosten außerschulischer kultureller Bildung sollen insbesondere für Familien mit Kindern steuerlich absetzbar sein.
  • Gemeinnützige Musikschulen sollen unabhängig von ihrer Trägerschaft (kommunal oder nicht kommunal) gleichberechtigt gefördert werden.
  • Die Inanspruchnahme von qualifiziertem Musikunterricht bei privaten Musikschulen oder selbständigen Musiklehrkräften soll gefördert werden. Dazu soll ein Fördersystem entwickelt werden, das den einzelnen Schüler direkt fördert.

Mit diesen Forderungen setzt sich der Bundesverband für die Stärkung der kulturellen Teilhabe und der Förderung des Musikunterrichtes ein.

„Familien, die ihren Kindern das Erlernen eines Musikinstrumentes ermöglichen, leisten einen elementaren Beitrag nicht nur zur Bildung ihres Kindes, sondern auch zum kulturellen Leben unserer Gesellschaft. Die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten dieser Bildung ist lange überfällig.“, so Mario Müller, Bundesvorsitzender des Musikschulverbandes.
Qualifizierter Musikunterricht muss auch bei freien Musikschulen gefördert werden. Daher fordert der Bundesverband der Freien Musikschulen, dass alle gemeinnützigen Musikschulen in gleicher Weise öffentliche Förderung erfahren.

Ungefähr die Hälfte aller Musikschülerinnen und Musikschüler in Deutschland erlernen ihr Instrument jedoch bei einer privaten Musikschule oder einer privaten Lehrkraft. Der Bundesverband sieht es als notwendig an, auch für diesen Unterricht eine Möglichkeit zur öffentlichen Förderung zu schaffen. Mit den Bildungs- und Teilhabegutscheinen verfügen die Kommunen bereits jetzt über ein etabliertes System zur individuellen Förderung von Kindern. Es ist nötig, solche Gutscheine höher zu dotieren als bisher und grundsätzlich jedem Kind und Jugendlichen zu gewähren, das bzw. der ein Instrument lernt.

Mario Müller: „Wenn Deutschland auch in zehn Jahren noch ein Land der Musik sein soll, müssen wir etwas dafür tun. Es muss endlich ein einheitliches, transparentes und teilhabegerechtes Fördersystem gefunden werden, deutschlandweit“.

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Pressemitteilung 3 Forderungen

Aufnahme in den Presseverteiler

Sie können sich hier in unseren Presseverteiler eintragen:

20. Februar 2017

Freie Musikschulen wachsen weiter

Bundesverband der Freien Musikschulen veröffentlicht Jahrestatistik 2016
Bundesvorsitzender Mario Müller: Endlich Fördergerechtigkeit herstellen

Der Bundesverband der Freien Musikschulen hat erstmals eine detaillierte Statistik über seine Mitgliedsschulen und deren Schüler/innen herausgegeben. Wie daraus hervorgeht, werden bundesweit knapp 160.000 Musikschüler/innen von ca. 6300 Lehrkräften in bdfm-Schulen unterrichtet.

Kinder und Jugendliche stellen mit 82 % den größten Anteil der Schüler. 16,7 % der Musikschüler sind über 27 Jahre und 1,3 % über 65 Jahre alt.

Gewachsen ist der Anteil der Teilhabe freier Musikschulen am kommunalen Bildungsangebot: 85% der freien Musikschulen unterhalten Bildungskooperationen mit Institutionen wie Grundschulen, Kindertagesstätten, Musikvereinen oder Chören.

Angesichts dieser Zahlen erhebt der Musikschulverband deutliche Forderungen gegenüber den Kommunen und der Landespolitik. Bundesvorsitzender Mario Müller: „Freie Musikschulen sind heute wesentlicher Bestandteil des Bildungsangebotes in den Kommunen. Jedoch wird in fast allen Bundesländern ihren Schüler/innen und Mitarbeiter/innen jede Förderung und Unterstützung verwehrt. Fast alle Kommunen in Deutschland fördern nur ihr eigenes Institut und benachteiligen so die freien Musikschulen. Dadurch entsteht eine immense Finanzierungs- und Gerechtigkeitslücke, die zu Lasten der sozial benachteiligten Schüler und ihrer Familien, der Mitarbeiter und ihrer Familien und der musikalischen Bildung insgesamt geht. Wir fordern die Kommunen und Landesregierungen auf, endlich für Gerechtigkeit im Musikschulwesen zu sorgen.“

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Pressemitteilung Jahresstatisitik 2016

bdfm-Statistik-2016

20. September 2016

Verband der Freien Musikschulen reformiert sich

Aus dem Bundesverband Deutscher Privatmusikschulen (bdpm) ist der Bundesverband der Freien Musikschulen (bdfm) geworden.

Im März 2016 hatte die Bundesversammlung des bdpm in Hannover die Neufirmierung in  „Bundesverband der Freien Musikschulen“ beschlossen. Nötig geworden ist dieser Schritt durch die zunehmende Vielfalt der im Verband vertretenen Musikschulen, von gemeinnützigen Einrichtungen wie eingetragenen Vereinen bis hin zu Privatschulen.

Bereits 1997 gegründet, hat sich der Bundesverband der Freien Musikschulen e.V. (bdfm e.V.) zu einem auf vielen Feldern aktiven Verband entwickelt, der sich in voller Verantwortung für die Kulturlandschaft in Deutschland und für eine Stärkung der freien Musikschullandschaft einsetzt.

In den letzten Jahren hat der Bundesverband der Freien Musikschulen vieles auf den Weg gebracht. Es wurden der Sozialfonds „Kids Love Musik“ sowie die bdfm-Akademie ins Leben gerufen. Der bdfm e.V. steht seinen Mitgliedern mit seinen bdfm-Beratern bei vielen Problemen kostenlos zur Seite. Politisch kämpft der bdfm für eine Teilhabegerechtigkeit in der Musiklandschaft, um den Zugang zu musikalischer Bildung auch sozial Benachteiligten flächendeckend zu ermöglichen.

Ein Thema, mit dem der bdfm e.V. sich seit Beginn intensiv beschäftigt, ist die Qualitätsentwicklung und -sicherung von Musikschulen und Musikinstituten. Auch im neuen Verbandsrahmen gibt es daher für Mitgliedsschulen die Möglichkeit, das Qualitätssiegel „Zertifizierte Musikschule im bdfm e.V.“ zu führen, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt werden.

Freie Musikschulen und -institute sind ein unabdingbarer Bestandteil der kommunalen Bildungslandschaften in Deutschland. Ihre Bedeutung als tragende Säule des deutschen Musikschulwesens wird vielfach von Öffentlichkeit und Politik nicht anerkannt. Das zu ändern, hat sich der Bundesverband der Freien Musikschulen vorgenommen.

Durch die große Vielfalt der freien Musikschulen wird der bdfm e.V. auch in Zukunft ein vielseitiger Verband sein. Der Bundesverband der Freien Musikschulen ist auch weiterhin ein verlässlicher Partner: Für seine Mitglieder, für die Politik, für die anderen Musikverbänden und die Musikwirtschaft.

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Pressemitteilung

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